Bei einigermaßen versöhnlichem Wetter ging am Sonntag der 16. Chiemsee Reggae Summer zu Ende, dieses Jahr mit einem Rekord von 29.000 Besuchern. Erklärte man mir, jeder bayerische Abiturient und jede Abiturientin wären da gewesen, ich würds glauben. Eine derartige Masse von Besuchern geht natürlich auf Kosten des Gefühls, dass sich da eine Szene oder gar eine große Familie trifft, aber man sollte den Chiemsee Reggae Summer auch nicht als Szenetreff sehen, sondern als Chance innerhalb kürzester Zeit so viele Künstler von der Dieoderdenmussichauchnochmalunbedingtsehen-Liste zu streichen wie möglich. Und wenn man der einzige unter 29.000 ist, der jeden Glen Washington Rhythm mit Namen kennt, dann ist das eben so. Read the rest of this entry »
Hier finden sich einige erste Fotos vom zweiten Tag. Soulfood International machten zum x-ten Mal einen großartigen Job dabei, unsere alten Helden, in dem Fall Pat Kelly und Doreen Shaffer, zu backen. Soulfood International werden wirklich jedes Jahr besser, sind aber anscheinend dazu verdammt bis zum Twelfth of Never “nur” eine Backingband zu sein. Besonders stark waren sie in Sachen Rock Steady und Reggae, kleinere Schwächen in Sachen Druck beim Ska. Erfreulich an Tag zwei auch die zahlreichen klaren Ansagen in Richtung Sizzla & Homophobie; Alpha Blondy und Fettes Brot fanden da die richtigen Worte. Ausführlicher gibts das ganze dann im Abschlussbericht.
Hier findet sich eine grobe Auswahl einiger Aufnahmen vom ersten Tag des diesjährigen Chiemsee Reggae Summer. Besonders beeindruckend war der Auftritt von Glen Washington, der sich wie erwartet durch eine wunderbare Auswahl der besten Rhythms aller Zeiten -von Thank you Lord zu Drifter- sang. Mit fetten Versions, nicht mit Covers, wohlgemerkt. Mehr dazu im großen Abschlussbericht.
Wenn der zweite Teil der Magic-Touch-record-Release-Party für das wunderbare Album “Love & Hate Politricks” (Grover Records) am heutigen Freitag im Berliner YAAM steigt, spielt die Band nach ihrer gewohnt grandiosen Vorstellung am letzten Wochenende diesmal nur eine Nebenrolle: als neues Pferdchen im Moskitostall dürfen sie gleich das Backing von Pat Kelly (Interview in Big Shot #6) übernehmen, ein deutliches Zeichen der Wertschätzung dieser Band durch Tourmanager und Labelchef Ossi. Mit diesem Konzert beginnt auch eine Reihe beachtlicher Release-Partys in der Hauptstadt: am 28.08. folgen Voodoo Moon im Tante Käthe und werden dabei von Yebo, Europas ältester existierender Skaband, unterstützt; am 09.10. stellen die Unlimiters (früher Essentials) ihre Single “Hard Times” offiziell im Lovelite vor, unterstützt von den Scorchers; am 15.10. gibt es mit Yellow Umbrella bei ihrem einzigen Berlin-Auftritt 2010 wieder im YAAM ihre neue Platte zu feiern; und am 16.10. findet das Abschlusskonzert des Berlin Boom Orchestra im Festsaal Kreuzberg statt, die anlässlich der Vorstellung ihres Albums “Hin und Weg” gleich eine ganze Tour veranstaltet haben.
Pete Smith führt derzeit mit mehreren Podcasts durch die Geschichte des Reggae. Empfehlenswert!
Primarily a chance to hear some quality NORTHERN SOUL, SKA, ROCKSTEADY & REGGAE music, all recorded from lovely vinyl. Rare Soul, UK label soul, killer jamaican sounds with the emphasis on the 60’s.
Zu Beginn der 70er Jahre war Reggae auf dem Höhepunkt progressiver Botschaften. Die nationale Psychose Unabhängigkeit war jahrelang mit hochwirksamer Realität kuriert worden und euphorische staatsgründungsnationalistische Independence-Botschaften waren zu Beginn der 70er keine mehr zu hören - warum auch, den Sufferahs in Kingston 11 gings immer noch so beschissen wie es Sufferahs in einer kapitalverwertenden Gesellschaft eben geht. Die zahlreichen antirassistischen, antiimperialistischen und sozialistischen Nummern dieser Zeit wurden bereits in Big Shot #3 und hier im Blog gefeaturet. Read the rest of this entry »
Die legendären DJs Count Machukie und Sir Lord Comic laden zur Tanzstunde. Dringend empfohlene Nachhilfe für Bierhalter, Rumsteher und “Skanker” gleichermaßen.
In einigen deutschen Städten ist der Film für kurze Zeit in kleinen Kinos angelaufen. Anlass genug, das Review aus dem Big Shot Nummer 6 aus dem Oktober 2009 herauszukramen und online zu stellen. Viel Spaß im Kino! Read the rest of this entry »